Versatz


Versatz

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Ver|sạtz 〈m.; -es; unz.〉
1. das Versetzen (eines Pfandes), das Verpfänden
2. 〈Theat.〉 mehrere od. Gesamtheit der Versatzstücke

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Versatz,
 
1) Bergbau: das planmäßige Verfüllen durch Abbau entstandener Hohlräume unter Tage zur Sicherung von Grubenbauen und der Erdoberfläche sowie zur Schaffung von Arbeitsebenen in Abbauräumen und zur Vermeidung offener Grubenräume. Man unterscheidet Eigenversatz, bei dem das Versatzgut (Berge, Steinsalz) am Ort des Abbaus anfällt und Fremdversatz mit Zuführung des Versatzguts (Berge, Sand, Magerbeton, Aufbereitungsrückstände) von außen. Beim Versatzbau wird der Hohlraum hinter der Abbaufront zur Stützung des Hangenden planmäßig durch Kippen (Sturzversatz), Einblasen durch Rohrleitungen mit Druckluft (Blasversatz), Einspülen (Spülversatz), Einschleudern mit einem schnell laufenden Förderband (Schleuderversatz), Pumpen von Dickstoffen (Pumpversatz) und durch Schaufeln von Hand (Handversatz) mit Versatzgut gefüllt.
 
 2) Holzbau: Versatzung, eine Holzverbindung zur Übertragung einer Druckkraft aus einer Strebe in eine Schwelle oder einen waagerechten Balken in Verbindung mit einem Zapfen oder einem Heftbolzen.
 
 3) Lederherstellung: Arbeitsgang der Grubengerbung (Gerbung).

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Ver|sạtz, der; -es: 1. (selten) das Versetzen, Verpfänden. 2. (Bergmannsspr.) a) das Ausfüllen von Hohlräumen, die durch den Abbau entstanden sind, mit Gestein; b) für den ↑Versatz (2 a) verwendetes Gestein.

Universal-Lexikon. 2012.